12. Juli – 11. Oktober 2026
Wie sah das Leben adeliger Frauen in der Frühen Neuzeit wirklich aus? Welche Möglichkeiten und Handlungsspielräume hatten sie? Mit der oftmals romantisierten Vorstellung des Lebens adeliger Frauen hatte die Realität in der Regel wenig zu tun. Die Ausstellung „Im goldenen Käfig. Adelige Frauen zwischen Pflicht und Privileg“ im Städtischen Museum Schloss Rheydt beschreibt das Dilemma der Damen, die durch ihren vornehmen Stand im Vergleich zur übrigen Gesellschaft zwar meist umfangreiche Vorzüge genossen, jedoch im engen Korsett der damaligen gesellschaftlichen Konventionen und der familiären Pflichterfüllung ihren persönlichen Weg finden mussten.
Die Ausstellung stellt sieben Frauen des niederen und hohen Adels vor, die sich durch ihre ganz individuellen Lebenswege voneinander unterscheiden. Die Besonderheit der Schau ist der mal unmittelbare, mal indirekte Bezug der ausgewählten Frauen zur Herrschaft Schloss Rheydt. Entdecken Sie das spannende Leben der Anna Maria Theresia von Bylandt geb. von Ingelheim (1686–1764), die regelmäßig in Rechtsstreite verwickelt war, ihrer Tochter Maria Anna von Bylandt (1711–1787), die als Stiftsdame selbstständig Handel trieb, sowie der Jakobe von Baden (1558–1597) – die „Weiße Frau“ im Düsseldorfer Schlossturm –, die sich in den politischen Wirren territorialer Herrschaftsgewalt zu behaupten versuchte.
Die Ausstellungseröffnung findet am Sonntag, den 12. Juli, um 15 Uhr statt.
Wir laden Sie, Ihre Familie und Freunde herzlich ein und freuen uns auf Ihren Besuch!

Prinzessin Marie von Oranien-Nassau (1624–1688), verschwägert mit der Familie von Bylandt.